Volksanwalt übt Kritik an Skiroute in Damüls

Das Skigebiet Mellau-Damüls sorgt für Diskussionsstoff. Am Ragazer Blanken gebe es nämlich eine Skiroute, die es eigentlich nicht geben dürfte, kritisiert Landesvolksanwalt Florian Bachmayr-Heyda.

 

Die Kritik des Landesvolksanwalts entzündet sich an der Skiroute Sünserjoch, die seit 2011 von der Bergstation der Seilbahn Ragaz in westlicher Richtung führt, bevor sei in eine weitere Skiroute mündet. Laut Bachmayr-Heyda dürfte es diese Skiroute eigentlich gar nicht geben. Im Bescheid von 2006 sei ausdrücklich festgehalten, dass die Liftbetreiber Skifahrer so gut wie möglich daran hindern müssen, jenseits der bewilligten Pisten abzufahren. Etwa, indem sie Schilder oder Absperrungen aufstellen. Laut Bachmayr-Heyda wurden die Absperrungen aber nur zum Teil errichtet. Seit ein paar Jahren sei die Route sogar als Skiroute ausgewiesen.

BH will sich Situation vor Ort anschauen

Sein Appell richtet sich an die Bezirkshauptmannschaft Bregenz, die endlich darauf pochen müsse, dass der Bescheid von 2006 auch eingehalten werde. Genau das geschieht bereits, sagt der Bregenzer Bezirkshauptmann Elmar Zech. Seit 2011 achte man sehr genau auf die Einhaltung der Auflagen. Die Liftbetreiber haben laut Zech zahlreiche Absperrungen und Informationstafeln aufgestellt. Man wolle auf Drängen des Volksanwaltes nun die Situation vor Ort genau anschauen. Sollte die Skiroute Sünserjoch tatsächlich offen sein,

werde man ein Verwaltungsstrafverfahren einleiten, sagt Zech.

Liftbetreiber sehen kein Vergehen

Markus Simma, der Geschäftsführer der Seilbahnen Damüls, sagt, man habe der Auflage sowohl inhaltlich als auch dem Sinn nach entsprochen. Die Kritik des Landesvolksanwalts könne er nicht nachvollziehen.

Publiziert am 19.02.2019  Vorarlberg.orf.at

 

 

 

 

 

2019-07-05T12:24:10+02:00