Hangrutsch an umstrittener Zufahrt

Der Starkregen am Montag und Dienstag löste auch in Lochau eine Hangrutschung aus. Allerdings ausgerechnet an einer Stelle, die bereits zuvor für Diskussionen gesorgt hatte – unter anderem wegen der Gefahr von Rutschungen.

Die Zufahrt zu dem betreffenden Grundstück wurde aufgrund der starken Regenfälle mit Erde verschüttet, unmittelbar an der stark frequentierten Landesstraße ist der Hang ins Rutschen geraten. Die Gegner dieses Bauvorhabens fühlen sich dadurch bestätigt.

Hangrutschung Lochau

ORF

Die Zufahrt zu dem umstrittenen Haus rechts oben im Bild wurde verschüttet

Frank Matt von den Grünen Leiblachtal ist zwar froh, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind, aber er möge sich lieber nicht vorstellen, was passiert wäre, „wenn dieser Rutsch sich bis auf die Landesstraße und die Eisenbahn ausgeweitet hätte. Jetzt ist der Schaden begrenzt und ich denke, jetzt muss man Maßnahmen treffen, dass keine größeren Schäden entstehen“, so Matt.

Beitrag aus Vorarlberg heute vom 22.5., 23.5.2019

Dieses Video darf aus rechtlichen Gründen nur in Österreich wiedergegeben werden.
Dieses Video ist nicht mehr verfügbar.
Dieser Livestream startet am

Umstrittenes Bauprojekt Lochau

Nach einem Hangrutsch steht das umstrittene Bauprojekt bei der Landesstraße erneut in der Diskussion.

Negatives Gutachten

Im November 2018 sorgte der Bau eines Privathauses am betreffenden Hang für Diskussionen und Proteste über die Gemeindegrenzen hinaus. Einmal weil weder die Form des Hauses noch Zusatzbauten den Plänen bei der Baueingabe entsprachen. Und vor allem auch, weil der zuständige Landesgeologe Walter Bauer bezüglich mehrere Fakten, dazu gehören eine Stützmauer, Abwasserverrohrungen etc. ebenfalls ein negatives Gutachten abgegeben hatte.

Landesgeologe wird erneut zugezogen

Der Lochauer Bürgermeister Michael Simma stellt klar, dass in den vergangengen Tagen anderswo in seiner Gemeinde wesentlich größere Mengen abgerutscht sind. Aber bagatelisieren wolle er die Sache auch nicht: „Wir schauen dazu, dass das natürlich in Ordnung kommt“. Grundsätzlich werde der Landesgeologe, bzw. würden Fachleute zu Rate gezogen werden. Man wisse, dass es am Pfänder sonst zu Problemen kommen könne.

Einmaliger Vorgang

Der Besitzer wohnt inzwischen in dem Haus, obwohl es immer noch eine Rechtauseinandersetzung mit der Bauaufsichtsbehörde gibt. Schon während des Bauens sei wegen Abweichens vom Plan ein Baustopp verhängt worden. „Nachdem klar war, dass trotzdem weiter gebaut wird, hat die Baubehörde gleich eine Anzeige gemacht“, sagt Landesvolksanwalt Florian Bachmayr-Heyda. Die Strafverfahren hätten zu Verwaltungsstrafen geführt. Dass jemand in diesen Dimensionen anders baue als bewilligt, sei für ihn einmalig, so Bachmayr-Heyda

Rechtsstreit anhängig

Der Rechtsstreit mit der Gemeinde bezüglich eines Mauerbaus hält trotzdem noch an. Die Chance auf eine dritte Fahrspur für Busse zwischen Bregenz und Lochau sei jedoch durch diese Zufahrt vertan, kritisiert Frank Matt von den Grünen Leiblachtal. Die Räumung des gerutschten Material und eine erneute Stabilisierung sollte der Allgemeinheit und dem Besitzer wieder Sicherheit geben.

2019-07-05T12:20:07+02:00