Gesundheitsversorgung von Menschen mit Behinderungen – Zusammenfassung der Ergebnisse der dritten öffentlichen Sitzung vom 23.05.2018

1.) Anregungen zur ambulanten Versorgung

One-Stop-Shop (das spricht man so: won stop schopp)Es ist oft schwierig, einen Antrag zu stellen. Für Menschen mit Behinderungen ist es kompliziert und sie brauchen viel Zeit dafür. Es soll eine eigene Stelle geben, wo man Informationen zu Hilfsmitteln und Therapien bekommt. So werden alle Anträge und Anfragen rasch und einfach erledigt.

Persönliche Assistenz (Abkürzung: PA) Menschen mit Behinderung wollen selbstbestimmt und unabhängig leben. Die Persönliche Assistenz ermöglicht viel Selbstständigkeit. Derzeit gibt es bezahlte Persönliche Assistenzen nur für den Bereich gesellschaftliche Teilhabe. Menschen mit Behinderung brauchen aber auch Begleitung, wenn sie zu einer Ärztin, zu einem Arzt oder ins Krankenhaus gehen.

Deshalb soll es bezahlte Persönliche Assistenz auch im Bereich Gesundheit und Medizin geben.

2.a.) Anregungen für die Behandlung in Krankenhäusern

Persönliche Assistenz und eine Stelle für barrierefreie Kommunikation können Menschen mit Behinderungen unterstützen. Diese Angebote soll es schon vor der Aufnahme in einem Krankenhaus geben. Dann kann man mögliche Probleme besser lösen.

Für Behandlungen von Menschen mit Behinderungen muss das neue Erwachsenen-Schutzgesetz gelten.

Krankenhäuser sollen Stellen für barrierefreie Kommunikation schaffen. Diese Stellen sollen auch Gebärdensprache anbieten. Gute und barrierefreie Kommunikation erklärt Untersuchungen, Behandlungen und Therapien verständlich.

Dazu gehört auch: Menschen mit Behinderungen direkt ansprechen. Oft spricht
das Personal nämlich mehr mit Angehörigen und Betreuerinnen oder Betreuern.

Informationen sollen leicht verständlich sein, zum Beispiel in leicht verständlicher
Sprache:

  • Broschüren
  • Beipack-Zettel von Medikamenten
  • Aufklärungs-Bögen, das sind Erklärungen von Behandlungen und OperationenEin Krankenhaus-Pass kann Menschen mit Behinderungen
    bei der Aufnahme und bei der Behandlung unterstützen.Auch Menschen mit Behinderungen sollen manche Dinge kritisieren dürfen.
    Das kann die Qualität verbessern.

2.b) Anregungen für die Organisation in Krankenhäusern

Es soll Schulungen für Ärztinnen, Ärzte und Pflege-Personal geben.
Sie sollen lernen, wie man mit Menschen mit Behinderungen würdevoll umgeht.
Menschen mit Behinderungen können durch ihr Wissen und ihre Erfahrung die
Schulungen unterstützen.

Menschen mit Behinderungen finden sich in Ambulanzen oft schwer zurecht.
Menschen mit Seh-Behinderungen brauchen Lautsprecher-Durchsagen.
Menschen mit Hör-Behinderungen brauchen Informationen in Schrift oder
Bildern.

Es soll mehr Parkplätze für Menschen mit Behinderungen geben.
Diese Parkplätze müssen auch breit genug sein. Sie sind oft zu schmal.
Diese Parkplätze sollten eine Euro-Schlüssel-Schranke haben.
Denn oft sind sie von Falsch-Parkern besetzt.

3.) Anregungen für die Entlassung aus einem Krankenhaus

Man soll die Entlassung aus einem Krankenhaus rechtzeitig und genau planen.
Vorher muss man die Situation zuhause genau klären.

Es gibt nach der Entlassung verschiedene Möglichkeiten zur Unterstützung, zum
Beispiel:
– Hilfsdienste und Pflegedienste, die nach Hause kommen
– Hilfsdienste, zu denen man hingehen muss
– Persönliche Assistenz (PA)
Wer Unterstützung braucht, soll sie bekommen.

Menschen mit Behinderungen schaffen das Leben zuhause manchmal nicht.
Dann muss man sie in Pflegeheimen betreuen.
Einrichtungen zur Nach-Betreuung könnten hier beim Leben zuhause
unterstützen.

Zusammenfassung_3._öffentliche_Sitzung_in_LL_v1

2019-07-05T12:35:04+02:00