Bettelverbote: Seit zwei Jahren keine Beschwerden

Bettelverbote haben vor drei Jahren noch für landesweite Aufregung gesorgt, heute sind sie aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden. Nach einigen Korrekturen durch das Höchstgericht hat sich die Situation in den Vorarlberger Städten allem Anschein nach beruhigt.

Es sei ruhig geworden, sagt Landesvolksanwalt Mag. Florian Bachmayr-Heyda. Schon seit zwei Jahren habe er keine Beschwerden mehr in Sachen Betteln erhalten. Dabei sind seinerzeit die Wogen hochgegangen: Bregenz, Dornbirn, Feldkirch und Bludenz meldeten einst, dass sich Einwohner auf Märkten belästigt fühlten, in Gastgärten angebettelt würden und die Sicherheit verloren gehe.

Alle vier Städte erließen Bettelverbote, diese wurden alle beim Verfassungsgerichtshof beeinsprucht. Die Verbote in Dornbirn und Feldkirch wurden bestätigt, jenes in Bregenz in Teilen aufgehoben, das Verbot in Bludenz gänzlich gekippt – weil es viel zu weitreichend war.

Viele Ursachen für Entspannung

Die nunmehrige Entspannung führt Bachmayr-Heyda aber nicht nur auf die Verbote zurück. Er vermutet, dass einige Bettler von der Stadt in größere Gemeinden oder gänzlich weggezogen sind, andere wiederum mit Unterstützung von Sozialarbeitern Unterkunft und Arbeit gefunden haben.

vorarlberg.ORF vom 4.10.2019

2019-11-12T08:56:29+00:00